• Regine Egger

Das Paradoxon der Erkenntnis

Aktualisiert: 1. Dez. 2021

Ist eine hohen Wahrnehmungsfähigkeit ein Segen? Viele hochsensible Menschen durchschauen paradoxe Situationen schnell. Was tun, wenn du wahrnimmst, was widersinnig erscheint. Wie gehst du damit um, wenn du etwas verstehst, was andere nicht erkennen und du nicht du selbst nicht glauben willst? Hochsensible Menschen, kennen diesen Moment nur zu gut. Die größte Gewalt ist die Ausgrenzung. Manchmal ist es zunächst bequemer mitzulaufen, als zu sich zu stehen. Das gilt für uns alle, sensibel oder nicht.


Ein Segen wäre es, wenn die Sensibilität akzeptiert und gehört wird. Dann wäre einfacher das frühzeitig Wahrgenommene zumindest auszusprechen. Manchmal ist das unbequem und gegen die gängige Sicht der Dinge. Menschen meinen, sie sind ausschließlich selbstverantwortliche Wesen auch wenn sie nur in der Gemeinschaft überleben.


Paradoxe Verwirrung zeigt sich durch Verstrickung
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Viele hochsensible Menschen kennen das. Es kommt wie ein Geistesblitz in komplexen Situationen. Sie können verstehen, was noch nicht in einer Logikkette aufgedröselt war. Sie merken, wenn etwas nicht (mehr) stimmt. Wir nennen dies Intuition und eigentlich ist es mehr. Ausgesprochen stößt es nur zu oft auf Widerstand. Wer sich seiner Intuition bewusst ist, kränkt dies nicht.


Die erhöhte Wahrnehmungsbegabung hochsensibler Menschen ist eine Stärke. Wer mehr wahrnimmt, weiß mehr. Das Gehirn hochsensibler Menschen hat früh trainiert, viele Reize miteinander in Verbindung zu setzen. Daher sind Hochsensible oft begabt im analytischen und strategischen Denken, sind kreativ und haben den Wunsch Ihre Berufung zu leben. Nicht immer glauben sie sich allerdings selbst und lassen sich von denen, die weniger wahrnehmen, regelrecht stumm schalten.


Der eigenen Sensibilität zu vertrauen, ist ein wundervoller und kraftvollen Schritt. Viele hochsensible Menschen haben einen ausgebrochenen Sinn für Gerechtigkeit. Es kann daher zu einem unerträglichen Schmerz werden, wachen Auges die Verstrickung und Verwirrung zu erkennen. Es ist mir ein Anliegen, das Tabu der Hochsensibilität zu brechen. Ich möchte Mut machen, die sensiblen Stärken einzusetzen und in die Welt zu tragen. Wir sind viele! 20 % der Menschen sind hochsensiblen und können einen Beitrag leisten.




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